Wenn es nach Jim Bridenstine, dem neuen Chef der US-Weltraumbehörde NASA ginge, würde diese Überlegung schon bald Realität. Laut einem Bericht der „Washington Post” lässt er derzeit prüfen, ob sich durch Werbung auf der Oberfläche der Raketen oder auch durch Werbeverträge mit Astronauten neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen ließen. Auch der Verkauf von Namensrechten an Raketen stehe im Raum, erzählt Bridenstein bei einer Rede vor dem NASA Advisory Council. Ob diese Pläne am Ende aber tatsächlich grünes Licht bekommen, ist aktuell noch nicht entschieden.

Bislang galt es als ein striktes Tabu, als Werbeträger für große Firmen aufzutreten. Zuletzt hatte die NASA aber bereits mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX des Tech-Milliadärs Elon Musk zusammengearbeitet. Das Privatunternehmen hilft der NASA Satelliten ins All zu schießen und soll in naher Zukunft auch Menschen in den Weltraum transportieren.

Die Astronauten zeigten sich angesichts der Werbepläne eher kritisch. Der Wandel sei nicht richtig und könne dem US-Kongress zudem glauben machen, dass die Fördergelder aufgrund der Werbeumsätze in Zukunft überflüssig seien. Die offizielle Raumfahrtbehörde könnte dadurch immer stärker in eine Abhängigkeit von ihren Werbepartnern abrutschen.

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