Ob Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube: Die Liste der Social-Media-Kanäle ist lang und wird immer länger. Dazu hat auch der hohe Nutzen als Marketing-Instrument beigetragen.

Instagram als Beispiel für das neue Marketingzeitalter

Bereits vor einigen Jahren wurde eine aussagestarke Statistik zu Facebook veröffentlicht. Dabei ging es um die Tatsache, dass weit mehr als die Hälfte aller Posts weltweit im Zusammenhang mit Reisen standen. Für Reiseanbieter und alle branchennahen Unternehmen war damit offensichtlich, wie nützlich eine Plattform wie Facebook für die eigenen kommerziellen Zwecke sein konnte.

Diese Entwicklung hat mit der Zeit praktisch alle anderen Bereiche erfasst. Instagram ist der Shooting-Star der letzten zwei Jahre: Sowohl für die Eigenwerbung von Marken als auch für die Kooperation mit sogenannten Influencern, die Produkte oder Leistungen (mit positiver Note) vorstellen, ist Instagram zum vielleicht wichtigsten Tool geworden.

YouTube mit überraschend starkem Schnitt

Ähnlich sieht es auf der größten Videoplattform der Welt aus. YouTube zählt mittlerweile dermaßen viele Kanalbetreiber, dass Google sich gezwungen sah, etwas Ordnung in die unüberschaubare Auswahl zu bringen. Dies geschieht per Unterteilung: Je nach Reichweite werden nämlich nicht mehr alle Kanäle gleichbehandelt. Ein vollwertiger Kanal ist laut YouTube mit mindestens 4.000 Stunden Wiedergabezeit und 1.000 Abonnenten definiert. Viele kleine oder neue Kanäle erfüllen diese Kriterien nicht und verlieren deswegen den Zugriff auf die Monetarisierungstools.

Die Kanäle bleiben zwar bestehen und können weiterhin die Creator Academy sowie andere Ressourcen nutzen, nicht aber die praktischen Monetarisierungstools des YouTube-Partnerprogramms. Es wird für kleine Kanäle also schwieriger, Geld zu verdienen; gleichzeitig hofft YouTube, mit diesem Schnitt einen Anreiz zu schaffen, mit hochwertigen Inhalten weiter zu wachsen.

Wo geht die Reise hin?

Das Maximum ist natürlich noch lange nicht erreicht. Ein Blick auf die Trends zeigt, dass alle etablierten Social-Media-Anbieter künftig mit noch mehr Teilnahme rechnen dürfen. Am wichtigsten sind dabei aktuell die Live-Videos: Diese haben enorm an Bedeutung gewonnen und sind auf praktisch allen Kanälen vorhanden. YouTube als Videoplattform ist hierbei im Vorteil, doch auch Facebook verzeichnet starke Anstiege bei Live-Inhalten. Ebenfalls in den Fokus gerückt ist das Messenger Marketing, das sich auf der Welle von WhatsApp und Co. entwickelt hat.

Spannend wird außerdem der Einfluss neuer Technologien, die erst jetzt auf dem Sprung zum Massenmarkt sind. Allen voran gilt das für Virtual Reality (VR): Die virtuelle Realität wird sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern ganz neue Möglichkeiten in Sachen Benutzererfahrung bieten. Es ist davon auszugehen, dass Experten schon jetzt ausloten, wie sich die simulierte Dimension für Marketingzwecke nutzen lässt.

Bild: ©istock.com/hocus-focus

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