Axel Springer Verlag sieht sich mit Adblock-Sperre bestätigt

2015 | NEWS

Anfangs vielfach kritisiert scheint sich die Sperre von Adblock durch Axel Springer inzwischen zu rechnen. Kurz vor Publizierung der aktuellen Quartalszahlen hat sich der Medienkonzern erstmals zu den Folgen der Sperre geäußert.

Insgesamt sei die Zahl der Leser von Artikeln erwartungsgemäß gesunken. Eine reduzierte Reichweite von bild.de ist erkennbar, die Zahl der Zugriffe mit Werbeeinblendungen sei im gleichen Zeitraum aber gestiegen. Via Twitter teilte das Unternehmen mit, dass „rund drei Millionen zusätzliche vermarktbare Visits“ verbucht werden konnten. Zusätzlich zu den erhöhten Werbeeinnahmen durch die Adblock-Sperre des Verlags wurden auch mehr Digital-Abos abgeschlossen. Genaue Zahlen über die zahlende Leserschaft, die im Gegenzug mehr Artikel und weniger Werbung sieht, veröffentlichte Axel Springer nicht.

Mitte November soll erstmals eine deutsche Ausgabe vom Business Insider erscheinen. Mehr als 300 Millionen Euro hatte die Übernahme der amerikanischen Nachrichten-Website gekostet. Trotz aller Investitionen stieg das operative Ergebnis auf 129,3 Millionen Euro und legte um rund 30 Prozent zu.