Ein System für einen Online-Shop zu wählen ist herausfordernd. Denn mit der Entscheidung gehen viele Konsequenzen einher. Wie also ein System finden, das zu einem passt? Bei der Wahl zwischen Magento, Shopware, WooCommerce helfen die folgenden Gedanken.

Es gibt einige Fehler, die man als zukünftiger Betreiber eines Online-Shops machen kann. Einer davon ist, an der falschen Stelle zu sparen. Es wäre relativ leicht bei der Wahl eines Online-Shops-Systems auf den Anbieter zu setzen, der eine möglichst kostengünstige Einrichtung bietet. Das dürfte sich aber spätestens in einigen Monaten rächen, wenn es darum geht den Shop für die nächsten Entwicklungsschritten fit zu machen. Fehlen dann Funktionen oder müssen umständlich implementiert werden, bedeutet das einen hohen Mehraufwand.

Ein System wählen, dass zu den Anforderungen passt

Daher ist es wichtig darauf zu achten, dass das gewählte Shopsystem auch tatsächlich zu den Anforderungen passt – nicht nur jetzt gerade, sondern auch in Zukunft. Damit das erst möglich wird, muss man wissen, was die eigenen Anforderungen sind.

  • Welche Produkte sollen im Shop verkauft werden?
  • Wie müssen Produkte konfigurierbar sein?
  • Welche Specials würden den Bestellprozess besonders machen?
  • Welche Möglichkeiten hätten Kunden Fragen loszuwerden
  • Wie könnten Kunden den aktuellen Verarbeitungsprozess einer Bestellung nachvollziehen?

Solche und viele weiteren Fragen helfen einzugrenzen, was ein Online-Shop-System alles bieten muss. Nochmals sei erwähnt: Es geht nicht nur darum ein System für den aktuellen Bedarf zu haben. Auch der Weg für zukünftige Entwicklungen sollte geebnet sein.

Mit den richtigen Personen gemeinsam entscheiden

Wer sich bei all den Fragen leicht überfordert fühlt, kann durchatmen: Eine so wichtige Entscheidung sollte man nicht alleine treffen. Helfen können z.B. Agenturen oder Freelancer. Diese haben Kunden mehrfach zu einem eigenen Online-Shop verholfen und wissen, was bei dem Entscheidungsprozess für ein Online-Shop-System zählt.

Mit Beratern lassen sich auch Listen mit konkreten Anforderungen erstellen. Hat man hier oder da einen Schwerpunkt, wie z.B. eine möglichst flexible und schnelle Gestaltung von Landingpages, kann man die Auswahl der Systeme eingrenzen. Denn auch wenn viele Online-Shop-Systeme die gleichen Funktionen unterstützen, so schaffen es die einen klüger gelöst als die anderen.

Je nachdem wie man aktuell aufgestellt ist, sollte man den Online-Shop nicht alleine planen, sondern dazugehörige Mitarbeiter mit ins Boot holen. Gibt es bereits Programmierer im Unternehmen, vielleicht Verantwortliche fürs Marketing oder Texter, die die Content-Pflege übernehmen sollen? Durch gezieltes Feedback können Gedanken abgefragt und Entscheidungen ein Stückweit besser getroffen werden.

In Demo-Umgebungen wagen

Die eine Sache ist über Online-Shop-Systeme zu sprechen, eine ganz andere sich tatsächlich in die Administrationsumgebung zu wagen. Hierfür stellen die jeweiligen Entwickler in der Regel Demo-Installationen bereit. Diese zeigen, wie die Arbeit mit dem jeweiligen System aussehen würde. Auch wenn Bedienbarkeit nicht der wichtigste Faktor sein sollte, so spielt er dennoch eine gewisse Rolle. Man kann sich durch die Umgebung klicken und schauen, an welcher Stelle man wie Produkte pflegen würde oder wie sich Landingpages gestalten lassen.

Ein gutes Online-Shop-System zu finden braucht Zeit

Man merkt, dass die Wahl eines Online-Shops nicht „mal eben“ gemacht werden kann. Es geht darum sich gut vorzubereiten und zu wissen, was man für die Zukunft braucht. Dazu kann auch gehören sich im Vorfeld beraten zu lassen und erstmal Zeit einzuräumen, um die vorhandenen Systeme zu testen. Wer dann aber eine gute Wahl getroffen hat, genießt viele Vorteile.

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