Bei PR geht es meistens darum, die Menschen, die Massen, zu lenken. Dorthin zu bringen, wo man sie haben möchte. Dorthin zu bringen, wo es einem am wichtigsten ist, sie zu haben. Sei es für eine große Firma oder einen bekannten Prominenten. Mit PR lassen sich die Außenauftritte perfektionieren, mit PR lassen sich Karrieren aufbauen sowie beenden.

PR ist eine enorm mächtige Waffe.

Problem: PR-Maßnahmen kommen – wenn sie als solche enttarnt wurden – in der Bevölkerung eher so semi-optimal an. Und auch einen Rat gibt es für PR – weswegen es sogar recht schwierig geworden ist, innerhalb der PR – Public Relations – Schindluder zu treiben. Das bewies sich einmal mehr, als besagter PR-Rat eine Berliner Agentur für ebendiese PR-Machenschaften rügte und damit der Agentur einen für ihre Vergehen auch angemessenen Schaden zufügte.

Aber was genau ist PR? Wobei damit jetzt natürlich nicht die exakte Erklärung „Public Relations“ gemeint ist. Viel eher geht es darum, in was sich PR denn einreiht. Und das ist sogar zu Beginn erstmal einfach zu beantworten.

Es reiht sich nahtlos in die Werbung ein, in das Marketing. So gehören nämlich nicht nur Kampagnen zu PR, in denen ein positiver Eindruck der zu bewerbenden Person oder des zu bewerbenden Unternehmens vermittelt wird, sondern auch Kampagnen, die mit negativen Schlagzeilen schlichtweg Aufmerksamkeit erregen wollen. Hat man nämlich einmal die Aufmerksamkeit der Medien, kann man sich deutlich leichter platzieren und immer wieder in Erscheinung treten. Auch wenn der Satz „Bad Publicity is good Publicity“ natürlich nicht wahr ist, ist er in einigen wenigen Fällen tatsächlich zumindest ein bisschen anzuwenden.

Bestes Beispiel: der Vielen bekannte Prinz Markus von Anhalt. Öfter schon als „Proll-Prinz“ in der Bild-Zeitung in Erscheinung getreten, machte er immer wieder skandalöse Schlagzeilen, die bis hin zu juristisch fragwürdigen Videos gingen, in dem er von einem weiblichen Geschlechtsteil seiner Aussage nach „Traubenzucker“ schnupperte. In diesem Fall ist die Person Prinz Markus von Anhalt wirklich nur durch schlechte Publicity bekannt geworden und eben nicht durch positive. Das Schlimme daran: Mit dieser miserablen Publicity wurde sehr wahrscheinlich auch noch einiges an Geld verdient. Geld, an dem sich der verschwenderische Skandal-Junkie weiterhin laben kann und so mehr Schlagzeilen zu machen. Hier war die beste PR-Arbeit also die, bei der keine geleistet wurde.

Aber wie macht PR das eigentlich alles?

PR spielt unter anderem mit Emotionen. Mit den meist etwas primitiven Emotionen der Massen.

Ist beispielsweise auf einem Titelbild ein Hundewelpen zu sehen, wird es deutlich besser aufgenommen, als ohne Hundewelpen. Egal, was sich sonst auf diesem Bild befindet.

Es ist unglaublich aber wahr: Menschen springen sofort und ohne auch nur eine Sekunde zu zögern in der Masse auf so etwas an. Und deswegen ist PR auch so erfolgreich. Deswegen ist es aber auch so teuer zu bezahlen. Denn PR funktioniert natürlich nicht in erster Linie mit Welpen, sondern mit raffinierten Strategien, die sich in Lehrgängen und Studienveranstaltungen mühsam angeeignet werden müssen. PR ist im Übrigen auch nicht immer ganz so effektiv wie normale Werbung, es kommt schlichtweg immer auf die Ziele an.

Wenn es also beispielsweise vor allem und in erster Linie um die beste Sichtbarkeit im Netz geht, sind Maßnahmen wie Linkbuilding oder Ähnliches einfach deutlich effizienter, als mühsame PR-Kampagnen. Die im Übrigen auch noch deutlich teurer wären, als beispielsweise eine Kampagne über Google Adwords.

Was aber ist denn eigentlich noch eine Alternative zu klassischem PR.

Einerseits kann dort wunderbar mit Textern zusammengearbeitet werden, die dann beispielsweise Social Media für einen übernehmen. Mit perfekten Keyword-Researches und ausgeklügelten Posts, die tatsächlich die wichtigen Themen in die Hand nehmen lässt sich nämlich ebenso gut, vielleicht manchmal sogar besser, Aufmerksamkeit erregen. Aufmerksamkeit, für die eigenen, gute Sache. Aufmerksamkeit, für die Firma, in die man all sein Herzblut steckt.

Worauf man egal bei welcher Werbemaßnahme aber ebenfalls extrem achten sollte, sind die Menschen, von denen man sie ausführen lässt. Passen die nämlich perfekt zum eigenen Spirit oder haben nicht dieselbe Leidenschaft für den Hustle zum Erfolg, kann schnell eine weniger stark ausgeprägte Sympathie entstehen, was definitiv dem Geschäft nicht zuträglich ist. In einem solchen Fall bremsen die Werbemaßnahmen eher den Workflow und sorgen für schlechtere Ergebnisse in der eigentlich Arbeit, was dann natürlich auch nicht mehr durch gute PR oder Werbung wettgemacht werden kann.

Denn das ist genau der Punkt, der so oft von viel zu vielen Menschen vergessen wird: Ja, gut gemachte Werbung ist extrem wichtig. Ja, PR kann sehr helfen, insbesondere, wenn es um ein Image geht. Was aber weder PR noch Werbung ersetzen kann, ist die qualitativ hochwertige, tolle eigentlich Arbeit, die man ja bewerben möchte. Auf nicht vorhandener Qualität kann leider absolut kein sinnvolles und erfolgreiches Werbekonzept erbaut werden. Hat man also überhaupt keine Fürsprecher innerhalb der Mund-zu-Mund Propaganda oder in Social Media, braucht man mit Werbung oder PR nicht unbedingt anfangen.

Am besten man erbaut das Fundament der eigenen Firma solide auf sehr guter Abend und ergänzt das einfach nur durch tolle Marketing-Konzepte.

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