In einer Pressemeldung des Branchenverbandes Vaunet wird gefordert, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF und die angegliederten Regionalsender zukünftig auf Werbeeinblendungen im TV verzichten. Es geht hierbei jedoch nicht um die Interessen der Fernsehzuschauer, sondern um eine geplante Strukturoptimierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Dies geht aus einem veröffentlichen Diskussionsentwurf der Vaunet hervor.

Laut Claus Grenewig, Vorsitzender des Fachbereiches Fernsehen und Multimedia im Vaunet und Bereichsleiter Medienpolitik bei RTL Deutschland, geht es bei dieser Diskussion um eine grundlegende Reform des Mediensystems.

Weniger Werbung im Radio

Auch das Audio-Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender soll gemäß Meldung von Vaunet eingeschränkt werden. Lediglich 60 Minuten Werbezeit pro Tag soll es zukünftig geben. Das Verbot der Non-EU-Lizenzwaren soll weiterhin bestehen bleiben.

Ist die Forderung realistisch?

Ob der Zuschauer demnächst wirklich keine Werbung mehr auf ARD und ZDF sieht, lässt sich bislang nicht verbindlich hervorsagen. Ohne Werbeeinnahmen müssten die Sender wohl die Kosten auf die Zuschauer abwälzen. Ob das eine zufriedenstellende Lösung sein kann, die auch finanziell aufgeht, muss sicherlich noch geprüft werden.

Vaunet bleibt dran

Im Januar 2022 wird der Branchenverband die Forderungen noch detaillierter auslegen. Die betroffenen Institutionen und Mitbewerber werden bis dahin vermutlich entsprechend reagiert haben.

Quelle: www.chip.de